Fight Back Vol. 10

11 05 2019 | desi Nürnberg

Bands 2019

9/11 Youth, Absoluth, Alarmsignal, Anti-Corpos, Drowning Dog and Malatesta, Endlich Schlechte Akustik, Love A, Mary Bell, Microphone Mafia, Missstand,The Offenders

11 Jahre zwischen dem ersten Fight Back 2008 und der Geburtstagsedition 2019. In diesen Jahren ist viel passiert und trotzdem hat sich kaum was geändert. Zumindest nicht zum Guten hin. Immobilienblasen sind genauso geplatzt wie die bürgerlichen Träume von einer harmonischen westlichen Wertegemeinschaft. Irre Despoten reißen die Gräben tiefer und ziehen die Zäune höher. Die weltweite Verschuldung steigt ebenso wie die jährliche Durchschnittstemperatur. Nach der Betroffenheit über nukleare Zwischenfälle und Katastrophen war vor der Euphorie um das Braunkohle-Revival. Der sich in Online-Communities angestaute Hass auf alle, die nicht männlich, weiß und hetero sind, schwappt auf die Straßen.

„Das wird man ja wohl noch sagen dürfen?!“ als potenter Exportweltmeister. Die Welt wird zugeschissen mit mehr oder weniger nützlichen Produkten deutscher Ingenieurskunst. Das hiesige Kapital akkumuliert fleißig auf Kosten eines ausgedehnten Niedriglohnsektors vor den eigenen Werkstoren und der Zurichtung vieler Weltregionen zu reinen Lieferanten von Rohstoffen und Arbeitskraft. Sollen die anderen doch schauen wo sie bleiben. Aber am besten ganz weit weg. Die fürs Kapital überflüssigen Menschen sollen ihr Dasein bitte dort fristen, wo sie ins Elend geboren wurden und sich von den Wohlstandsinseln fern halten. Um das sicherzustellen, werden die Grenzkontrollen gerne wieder eingeführt, Frontex mit Milliarden ausgestattet und die Seenotrettung kriminalisiert.

Es ist leider so: Wohin Mensch in dieser Welt momentan auch schaut. Überall Konflikte, Katastrophen, Krisen, Zerrüttung und Abgründe. Doch zwischen all den Party-Patriot*innen, religiösen Fundamentalist*innen, schießwütigen Reichsbürger*innen, xenophoben Spalter*innen, Alltagssexisten, Sozialdarwinist*innen und neoliberalen Misanthrop*innen regt sich schon immer auch Widerstand. Überall rieselt Sand ins Getriebe. Beim Einsatz für die Umwelt, für bezahlbaren Wohnraum, für eine bessere Ausstattung des Gesundheitswesens, für Tierrechte, gegen das Polizeiaufgabengesetz, gegen die Lagerpflicht für geflüchtete Menschen, …wird sich gewehrt, sich verteidigt oder auch zurück geschlagen. Überall gibt es was zu tun. In der Schule, in der Uni, auf Arbeit, in der Kneipe, auf der Straße.

Lasst uns am 11. Mai 2019 nicht nur ein klares Zeichen setzen gegen jede Form von Diskriminierung. Sondern lasst uns gemeinsam Kräfte tanken für zukünftige Herausforderungen, für kommende soziale Kämpfe zur Überwindung kapitalistischer Zumutungen und um in Bewegung zu bleiben.

Wie immer werdet ihr dafür in der Desi vom Kneipenkollektiv mit kühlen Getränken bestens versorgt. Linke Projekte aus der Region werden euch auf dem Festival mit unterschiedlichstem Essen (vegan/vegetarisch/Fleisch) verköstigen. Und selbstverständlich warten auf dem Gelände Distros, Info-Stände und mehr auf euch. Wir freuen uns auf ein großartiges Festival, bei dem die verschiedensten Subkulturen/Jugendkulturen/Menschen zusammen einen schönen Tag in der Desi genießen.

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